Am 17. September fand die jährliche Vollversammlung der Beschäftigten statt. Der Werkstattrat und die Frauenbeauftragte nutzten die Gelegenheit, um über ihre vielfältige Arbeit seit der letzten Versammlung zu berichten – und die war beeindruckend.
Ein Jahr voller Engagement
Insgesamt hat der Werkstattrat in den vergangenen Monaten 48 Sitzungen durchgeführt, 11 Monatsgespräche mit dem Fachbereichsleiter Arbeit & Bildung Andreas Larmann und 5 Quartalsgespräche mit dem Geschäftsführer Robert Bau und Andreas Larmann geführt. Hinzu kamen 3 Austauschgespräche mit Teamleitungen, 12 Jubilarehrungen, 2 Inklusionskonferenzen, 3 Arbeitssicherheitsausschüsse sowie zahlreiche Beratungen und Gruppenbesuche.
Darüber hinaus war der Werkstattrat im September beim Werkstätten-Tag in Lübeck vertreten und hat sich dort intensiv mit anderen Werkstätten ausgetauscht. Auch in der LAG Bremen-Bremerhaven spielt der Werkstattrat eine aktive Rolle.
Politische Gespräche und wichtige Anliegen
Ein Höhepunkt war das Treffen mit Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, bei der Sail 2025. Gemeinsam mit der Frauenbeauftragten brachte der Werkstattrat dabei wichtige Themen zur Sprache:
- die dringend nötige Verbesserung der Löhne,
- die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung des Mittagessens für Rentnerinnen und Rentner ohne Grundsicherung,
- sowie das klare Bekenntnis zum Erhalt der Werkstätten.
Besonders die Forderung, dass Löhne nicht länger auf die Leistungen der Kostenträger angerechnet werden, wurde betont. Eine Antwort seitens des Ministeriums steht allerdings noch aus.
Sommerfest:
Ein weiteres Thema war das Sommerfest, an dem mehr als 50 Beschäftigte mitgearbeitet und so maßgeblich zum Gelingen beigetragen haben. Überlegungen für Verbesserungen werden im Werkstattrat aufgenommen.
Neue Vertrauensperson und laufende Projekte
Seit Juli hat der Werkstattrat mit Bernd Schäfer wieder eine neue Vertrauensperson an seiner Seite, nachdem das Gremium zuvor mehrere Monate ohne Unterstützung auskommen musste.
Aktuell arbeitet der Werkstattrat an mehreren Projekten:
- Anpassung der Werkstattordnung, damit Beschäftigte mit besonderen Arbeitszeiten – z.B. im CAP-Markt, in Küchen oder Kantinen – rechtlich abgesichert sind.
- Einheitliche Lohneinstufungen, insbesondere für Tätigkeiten wie Telefondienste, die bislang benachteiligt sind.
- Mitgestaltung des Bildungsprogramms im Bereich Bildung & Qualifizierung.
- Unterstützung bei Beschwerden, z.B. zum internen Fahrdienst, mit dem Hinweis, das Beschwerdemanagement aktiv zu nutzen.
Blick nach vorne
Der Werkstattrat machte in seinem Bericht deutlich, dass weiterhin alle Kräfte gebündelt werden müssen, um die Auftragslage der EWW zu verbessern. „Hier braucht es Mut und Kreativität von allen Beteiligten“, so das Gremium.
Mit diesem klaren Ausblick endete die Vollversammlung – verbunden mit dem Appell, dass sich alle Beschäftigten mit ihren Anliegen an den Werkstattrat wenden können und sollen.
